Wählen aus dem Ausland

Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Und während in Deutschland die Parteien den Wahlkampf austragen und sich die Wähler*innen auf dieses politische Ereignis vorbereiten, stellen sich auch viele Auslandsdeutsche die Frage, wen aber auch wie sie wählen sollen. Denn nicht für jeden ist eine Wahl aus dem Ausland möglich und viele wissen nicht, wo man die Briefwahl aus dem Ausland beantragt. Aber es klingt viel komplizierter als es in Wahrheit ist.

Wie wähle ich aus dem Ausland?

  1. Zuerst muss man sich in Deutschland abmelden. Das bedeutet, man gibt seinen Wohnsitz in Deutschland auf und hinterlässt bei der Gemeinde, in der man zuvor gelebt hat, seine neue Auslandsadresse . Dieser Prozess geht (wenn man einen Termin hat) für bürokratische Verhältnisse sehr schnell und ist im Regelfall nach einigen Minuten erledigt. Man bekommt anschließend eine Abmeldebescheinigung ausgehändigt. Auf die sollte man gut aufpassen, da man sie z.B. auch vorzeigen muss, wenn man im Ausland neue Papiere, wie z.B. Personalausweis oder Reisepass, anfragt. Ansonsten kostet es meistens mehr und dauert länger, da das Konsulat im Ausland das Dokument bei der Gemeinde, die es ausgestellt hat, anfragen muss.
  2. Rücken Wahlen näher, muss man sich rechtzeitig, also ein paar Wochen vor der Wahl, den Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis für im Ausland lebende Deutsche runterladen. Das ausgefüllte Dokument schickt man anschließend an seine „Ex-Gemeinde“. Achtung: Je nach dem wo man im Ausland lebt, sollte man den eventuell langen Postweg mit einberechnen und am besten per Einschreiben schicken.
  3. Nach ein paar Tagen erhält man für gewöhnlich die gleichen Briefwahlunterlagen wie Inlandsdeutsche auch. Der einzige Unterschied: Innerhalb Deutschlands ist der Versand kostenlos. Aus dem Ausland muss man den Umschlag passend frankieren.

Nachdem die Briefwahl aus dem Ausland wirklich nicht kompliziert ist, gibt es keine Ausrede mehr nicht zu wählen. Jede*r sollte sein Stimmrecht nutzen, um etwas zu verändern!

Dieser Prozess gilt aber wirklich nur für abgemeldete Deutsche, die auch wahlberechtigt sind. Ob du wahlberechtigt bist, kannst du hier nachlesen. Der ganze Aufwand lohnt sich natürlich nicht, wenn man nur kurzfristig im Ausland lebt (Auslandssemester, Urlaub etc.) bzw. nicht abgemeldet ist. In dem Fall gibt es kaum eine andere Alternative als einen Besuch in der Heimat einzuplanen.

Veröffentlicht von Gio

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