Das erste Unterwassermuseum des Mittelmeeres in Marseille

Für das Enorm Magazin habe ich mir das erste Unterwassermuseum des Mittelmeeres, das mitten im zweiten Lockdown in Marseille eröffnet wurde, genauer angeschaut. Den Artikel findet ihr hier oder ihr könnt ihn euch auf Spotify anhören im Podcast „Zukunft hörst du hier an“. Mittlerweile hat sich aber etwas getan und es ist immer besonders spannend, wenn man als Journalist*in nochmal zu den Schauplätzen und Protagonist*innen zurückkehrt.

Heute, am 8. Juni, ist Welttag der Ozeane. Wie im Artikel beschrieben, hätte das Museum bereits letztes Jahr an diesem symbolischen Tag eingeweiht werden sollen. Warum das nicht geklappt hat, könnt ihr bei Enorm nachlesen, aber am diesjährigen 8. Juni wird eine neue Skulptur versenkt und zwar eine, die einen für dieses bewegte Jahr so passenden Namen trägt: Resilience. Neben dem Projektleiter Antony Lacanaud und dem Vertreter des Bürgermeisters Pierre-Marie Ganozzi, sprach auch Morgan Bourc’his, Weltmeister im Apnoetauchen und Pate des Museums, bei der Pressekonferenz und erinnerte an den Ursprung dieses Tages: Die Meere befinden sich in einem katastrophalen Zustand.

Dieses Museum, das mit seinen Statuen wie ein künstlichen Riff funktioniert und somit das Leben zurück ins Meer holt, soll als Beispiel für ein aktives Vorgehen gegen die Umweltprobleme unserer Zeit fungieren. Mit insgesamt zehn Statuen kann man natürlich nur einen lokalen Effekt erwarten, aber auch die symbolische Kraft soll ihre Wirkung tun. Am beliebtesten Strand der Stadt, der sich mitten im Zentrum der Metropole befindet, soll eine breite Masse auf die Problematik aufmerksam gemacht werden.

Die neunte Statue, die heute versenkt wurde, hat aber eine Sache, die die anderen nicht haben: Eine eingebaute Kamera.

(c) Giorgia Grimaldi

Sie soll dem Forschungsinstitut im Luminy, das die Entwicklung des Mikrobiotops überwacht, bei der Kontrolle helfen. Außerdem soll die Kamera live Aufnahmen für verschiedene Zwecke produzieren, so z.B. für Bildungsinstitute. Es gibt bereits einige Schulen, die an live Streaming ins Klassenzimmer interessiert sind. Geschaffen wurde die Skulptur vom Künstler Thierry Trivès, geboren 1966 in Marseille. Er arbeitet vor allem mit Materialien wie Acrylglas, Harz, Bronze und Beton.

„Meine Skulptur stellt einen Freitaucher im Lotussitz dar und symbolisiert Widerstandsfähigkeit, Leistung und Spiritualität.“

(c) Wallis.fr

Veröffentlicht von Gio

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