In eigener Sache: Kein Geld verdienen, aber auch keines verlieren

„Kein Geld verdienen, sondern guten Nischen-Content machen“, das war mein eigener Anspruch als ich mit giorgious.life angefangen habe. Ich wollte, und will es immer noch, Inhalte zu Sprachen, Kulturen und internationalen Themen aufbereiten, meine Kreativität ausleben und Einblicke in meine Arbeit als Journalistin bieten.

Nun ist es aber so dass, je professioneller man*frau einen Blog aufzieht, desto mehr Arbeit und Kosten kommen langfristig dazu. Für eine schöne Domaine und mehr Funktionen auf WordPress allein werden schon 300 EUR pro Jahr fällig. Dazu kann man*frau nun noch Fotolizenzen oder einfach die unvergüteten Arbeitsstunden, die man in den Content und in die Gestaltung der Website steckt, rechnen. Da ich meinen Lebensunterhalt als freie Journalistin bestreite und die Branche nicht gerade für üppige Gehälter bekannt ist, wird’s auf lange Sicht eng.

Eine der größten Herausforderungen heute als freischaffende Journalistin zu arbeiten ist, sich als Unternehmerin zu begreifen. Ja, Journalismus muss informieren und zur Meinungsbildung beitragen. Tut man dies aber nicht in einem klassischen Angestelltenverhältnis sondern auf eigene Faust – für eine gewisse Zielgruppe und mit einem Fokus auf bestimmte Themen, die nun nicht unbedingt die Mehrheitsgesellschaft interessieren, auch wenn sie das sollten – wie soll das Geschäftsmodell dann aussehen? Muss der*die Content Creater*in das alles alleine stemmen und sich zwischen bezahltem Auftrag oder unbezahltem Herzensprojekt entscheiden? Ich denke nicht.

Daher wird es nun eine kleine Änderung auf giorgious.life geben. In meiner Funktion als Journalistin ändert sich nichts. Die Website fungiert weiterhin, unter dem Menüpunkt Portfolio, als Visitenkarte für meine journalistische Arbeit, es wird sogar eine neue Rubrik mit journalistischem Inhalt geben. Als Bloggerin allerdings werde ich Kooperationen eingehen, sprich Werbung, damit ich kostenfrei weitermachen kann. So funktionieren die meisten Medien, egal ob ihr eine Zeitschrift kauft oder ein frei zugängliches Onlinemedium konsumiert, Werbung ist fast immer die Geldquelle dahinter. Das heißt, ich mach es in Zukunft ein bisschen wie „die Großen“. Allerdings will ich, dass ihr von nervigen Pop-ups und Werbebannern, auf deren beworbene Produkte ich keinen Einfluss hätte, verschont bleibt. Es wird nur Werbung für Produkte geben, die ich als wertvoll und nach meinen Maßstäben bewerbenswert halte. Das wird in Form von Blogartikeln geschehen, die als Werbung markiert sein werden. Es ändert sich für euch also fast nichts. Interessiert ihr euch für das Produkt, dann ist es gut und ihr könnt den Artikel lesen. Wenn nicht, ist es auch gut und ihr könnt alles andere lesen, was 100% unabhängig recherchiert und geschrieben wurde, ohne von Werbung genervt zu sein. Außerdem bewerbe ich nur Artikel, die mir als zeitgemäß (also ethisch/moralisch vertretbar, plastikfrei usw.) und für kreative Köpfe nützlich erscheinen. Wer mitgedacht hat, wird erkennen, dass die Anzahl an solchen Produkten sehr limitiert ist und meist nicht zu dieser Art von Konzernen gehören, die als gutgesinnte*r Mäzen*in herhalten könnten.

Deswegen wird es bald auch eine Möglichkeit der aktiven Spende geben. Wenn es euch der Content auf giorgious.life wert ist, dann dürft ihr gerne spenden, müsst es natürlich nicht. Beide Optionen in Kombination werden, hoffentlich, auf eines hinauslaufen: Ich werde kein Geld damit verdienen (ist auch OK, das tue ich ja schließlich schon als freie Journalistin für andere Medien), aber ich werde auch keines verlieren.

Veröffentlicht von Gio

Hi, ich bin Gio! Vielen Dank, dass du meinen Beitrag gelesen hast, ich hoffe er hat dir gefallen. Wenn du zu dem Thema auch etwas zu erzählen oder eine Frage hast, zöger nicht einen Kommentar zu hinterlassen oder mich direkt zu kontaktieren! 💁🏻

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: